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Etwas Geschriebenes…. 

 

 Mit dem geschriebenen Wort kann man jede Menge Gefühle in einen Menschen hervorrufen.

Ähnlich wie mit einem Lied oder einer Geste

Ich weiß nicht ob ich es schaffe, mit meinen Texten jeden Menschen zu erreichen, aber wenn es nur einer ist, bin ich schon zufrieden.

Albert Einstein sagte einmal:
Phatansie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

In diesem Sinne, viel Spaß beim stöbern in einigen meiner Gedanken, Geschichten, Texten….

 

 

„Ermutigung“

Diese kleine Geschichte habe ich für die Night of Music 2009 geschrieben. Das Thema war „gemeinsam unterwegs“. Der Moderationstext für das Lied „You Raise me Up“ fand im Nachgang noch an anderer Stelle Verwendung, was mich ziemlich stolz macht.

  

Gedanken –Ermutigung-

Stephan Sandkühler

Stefan und Julia gingen den Weg entlang. Der Trampelpfad war recht schmal, Julia ging vor und Stefan betrachtete sie von hinten. Ihre Schritte waren fest und energisch. Sie hatte keine Angst den nächsten Schritt zu tun. Zielsicher setzte sie einen Fuß vor dem nächsten. So wie sie vor Stefan her schritt, so wies sie auch in ihrem gemeinsamen Leben oft den Weg. Sie machte stets den Eindruck alles im Griff zu haben, sie wusste genau was sie wollte. Stefan war froh Julia an seiner Seite zu haben! Wenn er unsicher war, Bedenken und Skepsis hegte, dann war Julia da. Die mit einer scheinbaren Leichtigkeit ihm den Weg wies. Der Weg wurde breiter und Stefan nahm Julias Hand. Er betrachtete sie von der Seite. Auf ihrem Nasenrücken hatte sich ein kleiner Schweißfilm gebildet. Sie lächelte Stefan an. Drückte die Hand. Einmal knickte sie kurz um und sackte mit einem Schuh in eine Pfütze. Stefan zog sie zu sich. „Danke!“ strahlte sie Stefan an. Er ist so stark, dachte Julia bei sich. Wie oft er mir schon seine Hand gereicht hat. Wie oft ich seine Hand nehmen durfte um mich führen zu lassen! Wie oft durfte ich mich an seiner Schulter ausruhen. Sie liefen weiter still und zufrieden nebeneinander her. Schließlich erreichten sie die Lichtung. Die Sonne stand hoch. Sie schauten ins Tal! Die Felder und Wiesen warfen ihnen verschiedene Farben entgegen. Der goldene Weizen, die rote Klatschmohnwiese, das gelbe Rapsfeld! Das Kupferdach des Kirchturms am Horizont reflektierte die Sonnenstrahlen! Einige Vögel zwitscherten in den Bäumen und die Bäume schienen zu antworten, in dem sie sich im Wind hin und her bogen und dabei gleichmäßig rauschende Laute von sich gaben. Es ist so friedlich hier oben! Julia und Stefan nahmen sich an den Händen und schauten sich an. Ihre Blicke nahmen sich gegenseitig gefangen!

Julia, Du ermutigst mich, so dass ich auf Bergen stehen kann!

Stefan, Du ermutigst mich, so dass ich über stürmische Meere gehen kann!

You raise me up, to more than I can be!

 

 

 

 

„Heaven“

Auch ein Text aus der Night of Music. Wer erkennt die Lieder wieder, die hier indirekt anmoderiert wurden?

 

Gedanken –Heaven-

Stephan Sandkühler

Es ist einer dieser verregneten nasskalten Novembertage. Ich stehe am Fenster, der Regen prasselt auf den Fenstersims. Unten auf der Straße herrscht ein wildes und buntes Treiben. Die Autos rasen hin und her. So wie sie vor kurzem noch in meinem Kopf hin und her gerast sind. Chasing Cars! Was habe ich gezweifelt. Wenn ich mich dort unten auf die Straße gelegt hätte, hätte sie die Liebe gehabt sich neben mir zu legen. Hätte sie die Welt um sich herum, meiner wegen, vergessen. Wie lange hat es gedauert, bis ich in Ihren perfekten Augen gesehen habe, dass sie alles ist was mich ausmacht, dass sie alles ist, was ich jemals war und bin. Das Zimmer ist kalt, die Tasse Kaffee in meinen Händen wärmt mich. Der frische Kaffeeduft kribbelt in meiner Nase. Mein Blick geht hinüber zu ihr. Sie schläft. Sie hat sich in die Bettdecke eingehüllt. Nur die Nasenspitze und ihre Augen schauen hervor. Ihre Hand ruht auf meinem Kissen. Sie ist mir so nah! Ich könnte sie stundenlang so anschauen. Einfach nur hier stehen und sie anschauen. Sie hat einmal zu mir gesagt, dass jeder in seinem Leben eines Tages jemanden finden wird. Jemanden, der für dich da ist, jemanden der deine Welt auf den Kopf stellt. Wie recht sie hatte.

Die Kleine rührt sich. Ich stelle den Kaffee ab und gehe hinüber zu ihrem Bettchen. Sie schläft etwas unruhig, der erste Zahn, der erste schlechte Traum, vielleicht etwas Bauchweh? Wer weiß es? Aber es ist egal. Sie ist nicht allein. Ich rücke ihre kleine Decke zurecht, streichle ihr über die süßen kleinen Ohren. Sie atmet wieder ruhig.

Ich stelle mich wieder ans Fenster. Wie lange habe ich darauf gewartet, dass etwas kommt, dass die wahre Liebe kommt. Jetzt sind unsere Träume war geworden, in guten und in schlechten Zeiten. Es ist wie im Himmel!

 

 

 

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